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„Digital Divide Report“ - Die
Kluft verringert sich kaum
Der neuste „Digital
Divide Report“ der Welthandels- und Entwicklungskonferenz
(United Nations Conference on Trade and Development, UNCTAD)
zeigt, dass sich die Lücke beim Zugang und der Nutzung
von Informationstechnologien nur wenig geschlossen hat. Ein
Einwohner eines hoch entwickelten Industrielandes ist immer
noch mit 22 Mal höherer Wahrscheinlichkeit Nutzer des
Internets als eine Person in einem Entwicklungsland.
Der Bericht untersucht anhand des „Information and Communication
Technology Diffusion Index (ICTDI)“ die Verbreitung
von IK-Technologien in 180 Ländern im Jahre 2004. Nicht
überraschend schneiden Nordamerika, Europa und asiatischen
Tigerstaaten am besten ab. Deutschland erreicht Platz 18.
Am unteren Ende liegen die afrikanischen Länder (siehe
Tabelle).
Quelle:UNCTAD,
2006
Sicherheit und Zuverlässigkeit der Informationstechnologie
unterscheidet sich zwischen Industrie- und Entwicklungsländer
noch deutlicher als die eigentliche Nutzung. Sichere Server
sind in Ländern mit einem hohen Durchschnittseinkommen
100 Mal wahrscheinlicher als in ärmeren Ländern.
Im Gegensatz dazu kostet etwa ein Internetanschluss in einem
afrikanischen Land 150 Mal mehr als ein vergleichbarer Zugang
in Europa.
Der Bericht stellt zudem sechs ausgewählte Länder
vor, die als Beispiele für ihre gute Kombination der
Liberalisierung, Privatisierung sowie unabhängige Regulierung
und Wettbewerb in Verbindung mit verantwortungsvollem Regierungs-Planen
und Investieren. Zu dieser Gruppe gehören Botswana, Chile,
China, Indien, Singapur und die Vereinigten Staaten. Dazu
ist anzumerken, dass die UNCTAD auch diese Länder nicht
als reine Erfolgsgeschichten
ansieht. Einzelne Bereiche wurden aber von den jeweiligen
Regierungen stark verbessert.
Der Report wirft abschließend einen interessanten Ausblick
auf verschiedenen Möglichkeiten, innerhalb von zehn Jahren,
jedem Dorf auf dieser Erde einen öffentlichen Internetanschluss
zur Verfügung zu stellen. Eine Zusammenarbeit aller Beteiligten
und die Einbindung der vielen unterschiedlichen Interessen
wären hierfür die wichtigsten Voraussetzungen.
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