Gipfelthemen politik-digital.de
DGVN
  HOMEPAGE
 DIGITALE SPALTUNG
Leitungen & Festplatten
Medien & Kompetenz
Inhalte & Vorbilder
 WELTWEITE TRENDS
Wissen & Besitz
Multi & Kulti
Beteiligung & Spielregeln
 VIRTUELLE SICHERHEIT
Piraten & Terroristen
Daten & Schutz
 GLOBALE GEMEINSCHAFT
UNO & Info-Gesellschaft
Gipfel & Reformen
 COMMUNITY
Forum
Kalender
Linkliste
 PARTNER
Unterstützer
Medienpartner Interaktivpartner
 ÜBER UNS
Über dieses Projekt
DGVN
politik-digital
 KONTAKT/IMPRESSUM
Suche:
Gipfelthemen-Info:
Weitere Informationen erhalten Sie im kostenlosen Newsletter von politik-digital.de:
 
Gipfel & Reformen
SERVICE-FUNKTIONEN
Artikel verschicken
Druckversion erstellen
Ihr Kommentar

 

Meike Ullrich
Von: Meike Ullrich <mail[AT]meikeullrich.de>
An: redaktion@politik-digital.de
URL: www.meikeullrich.de

GigaNet - Das Internet Governance Forum der Wissenschaft

Wenn am 30. Oktober zum ersten Mal das Internet Governance Forum (IGF) in Athen tagt, beschäftigt sich parallel dazu auch eine andere Organisation mit den selben Themen. GigaNet wurde am 17. Mai 2006 im sächsischen Rathen von 50 Wissenschaftlern aus 30 Ländern gegründet. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf den Themen rund um das IGF.

GigaNet steht für Global Internet Governance Academic Network und sieht seine Aufgabe
in erster Linie in der wissenschaftlichen Begleitung der Themen Kontrolle, Verwaltung und Regulierung des Internets, die anhand von Makro- und Einzelfallstudien aufbereitet werden sollen. Eine institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen dem IGF und GigaNet ist bisher nicht geplant. Trotzdem steht man auch auf Seiten der IGF-Organisatoren der Neugründung der Organisation positiv gegenüber. Markus Kummer, Executive Coordinator des IGF, begrüßte den wissenschaftlichen Input. Es sei von Anfang an offensichtlich gewesen, dass das IGF-Sekretariat nicht über die notwendigen Kapazitäten für das Erstellen umfangreicher Studien verfüge. Man sei auf Input von außen angewiesen. Eine lockere Zusammenarbeit sei geplant, ohne konkrete Aufträge an GigaNet zu vergeben.

Für GigaNet liegt die Priorität zunächst im möglichst schnellen Aufbau eines Peer-Review-Systems – einer Kontrolle wissenschaftlicher Studien durch ebenbürtige Wissenschaftler – das verhindern soll, wissenschaftlich mangelhafte Studien zu veröffentlichen. Ein zehnköpfiges Team soll außerdem eine Agenda für die erste offizielle Tagung im Herbst ausarbeiten und Kommunikationskanäle einrichten. Einen bürokratischen Apparat wird die Organisation aber nicht aufbauen. Die zukünftigen Treffen werden jeweils parallel zum IGF tagen. Teilnehmen sollen Vertreter der Regierungen sowie Experten der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der internationalen Organisationen sein. Für GigaNet sind das die Hauptabnehmer ihrer Arbeiten.

Das beherrschende Thema aller Untersuchungen wird sicherlich die Verwaltung des Internets durch die ICANN und das Auslaufen des Vertrages mit den USA im September 2006 sein. Die Meinungen der GigaNet Wissenschaftler zur Zukunft der Internetverwaltung gehen an diesem Punkt auseinander. Einige erwarten die Verlängerung des Vertrages, andere hoffen auf eine Übertragung der Internet-Verwaltung auf eine internationalere Ebene. Eine Vertragsverlängerung von zwei bis drei Jahren hält auch Prof. Wolfgang Kleinwächter, Mitinitiator von GigaNet, am wahrscheinlichsten. Über mögliche Modelle für die Zeit danach solle man sich aber schon jetzt Gedanken machen.


Erschienen bei gipfelthemen.de am 23.06.2006
  • Zurück zur Rubrik "Gipfel & Reformen"
  • Zum Forum "Gipfel & Reformen"
NACH OBEN © Copyright 1998-2010 pol-di.net e.V. Alle Rechte vorbehalten.
Weiternutzung der Inhalte nur unter folgenden Bedingungen.
politik-digital Datenschutzrichtlinie.